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Können, Klang und Kongruenz

Ein musikalisches Zwiegespräch der Spitzenklasse gab es beim Winterkonzert. Mathias Johansen (Cello) und Andreas Hering (Klavier) begeisterten das Publikum im Rathaus.

(…) Mit wenig bekannten Stücken im Gepäck kamen am Sonntag zwei im Fach hochangesehene Musiker in den Hermann-Levi-Konzertsaal. Den reinen Informationsgehalt des Programms überragten packende Interpretationen und exzellentes Zusammenwirken. Die Bühne gehörte für zwei Stunden einem Duo, das Können, Klang und Kongruenz zum genussvollen Erlebnis verschmolz.(…) (03/25)

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https://www.giessener-allgemeine.de/giessen/koennen-klang-und-kongruenz-93618922.html

Ungeahnte Eleganz

Iserlohns Pianist Andreas Hering spielte Beethoven mit ungeahnter Eleganz, und Dirigent Joseph Trafton verabschiedete sich vom Iserlohner Publikum. (03/25)

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Feurige Lust am turbulenten Treiben

Studenten-Sinfonieorchester in Bestform begeistert das Publikum mit einem anspruchsvollen Programm.

Marburg (pz). (…)

Die Lust am turbulenten Treiben setzte sich fort in jenem einsätzigen Klavierkonzert, das der 21-jährige Richard Strauss, Schöpfer großformatiger Tondichtungen und Opern, nicht ohne Grund »Burleske« genannt hat. Denn wie das ebenso bezeichnete Theaterstück mit seiner grotesken bis zotigen Komik greift auch Strauss zum Mittel der Überzeichnung, womit er Pauken, Klavier und Orchester in einen Dialog treten lässt, der zeitweise Wettkampf-Charakter annimmt.

Johannes Brahms mit seinem vollgriffigen Klaviersatz und Franz Liszt mit seiner brillanten Spieltechnik spiegeln sich im ziemlich wild gestalteten Solopart wider – ein Paradestück also zur Demonstration pianistischen Draufgängertums. Andreas Hering, der als Philippinum- Schüler vor Jahren unter der Leitung von Burchard Schäfer im SSO Violoncello gespielt hatte, erwies sich nicht nur als energisch und kraftvoll zupackenderTastenvirtuose.

Pianist lässt die Töne perlen – wie bei Mozart

Der 32-Jährige sorgte mit klangschön gestalteten Kantilenen auch für beseelte Momente der Ruhe und ließ mit äußerster Zartheit in der bezaubernden Walzer-Passage kurz vor dem Schluss des 20-minütigen Werkes die Töne perlen – fast wie bei Mozart, einem weiteren Vorbild von Strauss. (…)

Michael Arndt, OP Marburg, 2.7.2015

Als ob Beethoven selbst spielte

Andreas Hering begeistert Publikum mit Energie und Virtuosität

Ganderkesee(pz). (…)Seinen Soloabend beginnt er mit Beethovens Fantasie H-Dur op.77. Da wandert der Komponist durch alle Tonarten in Dur und Moll, bis er endlich nach 160 Takten zu H-Dur findet, und entwickelt bis dahin Nuancen von einem stoischen Adagio über behaglich-heitere Melodienfetzen bis zu feierlich. Andreas Hering vermag hier den Komponisten so authentisch wiederzugeben, dass man diesen förmlich selbst am herrlich klingenden Flügel sieht.

Robert Schumanns Fantasie C-Dur op.17 entstand 1836, als dem 26-jährigen Musiker die Liebe zu der 16-jährigen Clara Wieck untersagt wurde. Wer den unglücklichen Lebenslauf des Komponisten kennt, verspürt hier schon die spätere Schwermut. Aber noch wird sie überlagert von der leidenschaftlichen Liebe zu Clara, verwandelt Zärtlichkeit in ungezähmte Ekstase. Hering weiß seine Energie optimal einzusetzen, so dass bis zum letzten Ton atemlose Spannung herrscht, die dem Pianisten und dem sehr disziplinierten Publikum eine Sternstunde beschert.

Beim Abschluss mit Franz Liszts „Réminiscenses de Norma“ (Oper von Bellini) kann man getrost auf den Opernbesuch verzichten. Andreas Hering brilliert mit einer für Aug’ und Ohr geradezu fassungslosen Virtuosität. Seine tonangebende hämmernde linke Hand schwirrt auf der Tastatur wie ein übergroßer Kolibri, wenn es den denn gäbe. Das zeigt auch das Körperspiel des Pianisten, dem jede Maniriertheit fremd ist. (…)

Itte Jakob, NWZ, 20.1.2014